Peru

Datum: Donnerstag, 13. Juni 2019, Position: Caraz, Ancash, Peru, Hostal Edwin's, Stimmung: Top!!

Berge und noch einmal Berge


Ihr Schönen, Guten und Lieben!


Unsere Fahrt ging von Moche, das bei Trujillo liegt, über die Panamericana nach Chimbote. Vorbei an Sanddünen und Bergen, die mit Sand durchzogen sind. Von dort ging es wieder in Richtung Landesinnere durch den Cañon Calipuy zum Cañon del Pato nach Caraz.


Auch hier waren unglaubliche Aussichten auf wieder andere Bergformationen zu bestaunen. Diesmal als hätten Riesenhände mit groooooßen Steinen, Steinkugeln, -klötzen und – brocken “Sand durch die Finger rieseln lassen” gespielt. Gigantische Steinhaufen, die aussehen wie zufällig liegen gelassen und nicht mitgenommen. Toshi meint, das ein großer Gletscher diese Steinmengen vor sich hergeschoben hat. Schon lange her. Und das ist das Ergebnis der Schieberei. 


Der Cañon del Pato macht richtig Spaß. Schmale Straße durch einige Tunnel. Zum Glück kam uns keiner im Tunnel entgegen. 


Peru hat so viele verschiedene Landschaften zu bieten. Dieses Land ist sowas von einer Reise wert.


Allerdings, und das macht mich oft wütend, ist, das viele, vielleicht sogar die meisten Peruaner, gar kein Umweltbewusstein besitzen. In diese Schönheit wird Müll geworfen. Unfassbar. Einfach den Berg hinunter geschmissen. Plastiktüten allerorts. Aus dem Auto raus, was nicht mehr gebraucht wird. Selbst die Polizei. Windeln fliegen im hohen Bogen in die Büsche. Bauschutt landet am Straßenrand. Es stinkt zum Teil ekelhaft. Daran kann ich mich nicht gewöhnen, und will ich auch gar nicht.


Gestern haben wir einen kleinen Ausflug auf der Ruta 104 gemacht. Die Strasse ist Grotte. Deshalb sind wir auch nicht bis ganz hoch gefahren, denn sie versandet, was uns Donald erzählte. Er war oben und hatte sein Moped zwei Mal hingelegt. Donald aus London trafen wir in Kualep und jetzt wieder hier in den Cordilleras Blancas. Echt netter Kerl. Er war es, der die imposanten Bilder und Videos von uns gemacht hat. 


Die Ausblicke auf die schneebedeckten Cordilleren Blancas war so beruhigend, so wundervoll. Der Himmel so blau, der Schnee so weiß und die Wolken so bizarr. Einfach dasitzen und gucken. Nix machen. Nur atmen. Lächeln.


Caraz ist ein kleiner Ort mit viel Charme. Drumherum bebergt. Gut zum Rasten und Ausflüge machen.


Morgen geht es weiter nach Huaraz. Wir wollen in ein Thermalstädchen unweit von Huaraz. Baden gehen!


Ach und ganz zum Schluss. Wir können auf den Berg sehen, der im Vorspann der Paramount Pictures zu sehen ist. Der mit den Sternen, die sich um ihn herum aufbauen. 


Besos, Heike und Toshi


















Datum: Samstag, 8. Juni 2019, Position: Cajamarca Peru Hostal Jazmines, Stimmung: Top!!

Peru: Wunder der Natur


Ihr Guten, Schönen und Lieben!


Legin kam zurück von seinem Besuch der Totenstadt “Pueblo Muerto” und berichtete, das er abenteuerlich am Abhang entlang geschlichen sei, um die Gräber zu besuchen, die in den Felsen hinein gebaut wurden. Es war also keine Stadt, sondern der Friedhof zu einer Stadt, die hinter dem Berg gelegen war. Wie die Bewohner allerdings ihre Toten dort hingebracht haben, ist uns ein wahres Rätsel, denn die schmalen Pfade gehen im Zickzack steil den Berg hinauf und hinunter.


Unsere nächste Etappe war Kuelap. Das zweite Machu Pichu. Wir hatten eine Herberge direkt neben der Ausgrabungsstätte gebucht, und sie auch wieder gecancelt. Denn der Weg nach Tingo Nueva war schon wieder so mies, das ich mich weigerte, die 37km ungeteerte Strasse bis nach Kuelap zu fahren. Immer schön steil den Berg hinauf mit Kehren und Kurven. Es regnete leicht, und mir war nicht nach Rutschen und Schlingern. Es sollte sich herausstellen, das die ungeteerte Strasse aufgrund einer Walzmaschine gut zu fahren gewesen wäre. Doch das konnten wir ja nicht wissen. Was wir auch nicht wissen konnten war, das die Herberge nur über eine Wanderung über einen steinigen Pfad zu erreichen gewesen wäre. Also war es eine gute Entscheidung gewesen, die Herberge zu canceln.


Überhaupt erwischte mich eine dunkle Wolke an diesem Tag. Ich war erschöpft. Die Unberechenbarkeit der Strassenverhältnisse hatten mich in einen Starrezustand versetzt. Ich fühlte mich persönlich angegriffen, was ja rational gesehen, völliger Humbug ist. Doch so fühlte es sich. Auch die Anstrengung, die es benötigt, geeignete Toiletten zu finden, hinterließ seine Spuren in meinem Inneren. Und das alles bahnte sich allmählich seinen Weg zu meinen Tränensäcken, und ich konnte gar nicht mehr aufhören, meine Stresshormone über Tränen los zu werden. Den ganzen Abend musste ich immer wieder “grundlos” weinen und zwar bei jedem emotionalen Wort. Ich heulte auch beim Abendessen, was Legin auch mitnahm. Am Ende fühlte es sich erleichternd an, und ich mich wieder lebendiger.


Zwar mit einem leichten Überhang, emotional betrachtet, aber innerlich wieder ruhiger, machten wir uns zur Seilbahn auf, die von Tingo Nueva hoch nach Kuelap führt. Es regnete. Und wieder sahen wir uns in unseren Entscheidungen, im Ort zu bleiben und die Seilbahn zu nehmen, absolut bestätigt. Denn die Seilbahnfahrt war trotz Regens ein wahrer Knaller. Ich weiß nicht wieviel Kilometer es erst runter und dann den anderen Berg wieder rauf ging. Doch das Ganze war sein Geld tausendmal wert. 25 Minuten wahres Vergnügen. 


Kuelap stellte sich als unbesiegbar für Rollstuhlfahrer heraus. Ich wartete deshalb an der sehr belebten Talstation, was immer auch etwas Besonderes hat. Die Bergdorfbewohner in ihrem Verhalten und Miteinander zu beobachten, ist sehr interessant. Auch sie versuchen auf ihre Art, ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen.


Am nächsten Tag fuhren wir nach Leymebamba. Ein nettes kleines Städtchen, das ein Mumienmuseum beherbergt und auf unserem Weg nach Cajamarca lag. Echte mumifizierte Menschen zu sehen, deren Mimik und Gestik noch festzustellen ist, beeindruckte mich. Sie sahen so lebendig aus. Manche hatten sogar noch einen Augenblick. Zehennägel und Zähne.


Am nächsten Tag hieß es sehr früh aufstehen. Denn auf der Straße von Leymebamba nach Cajamarga gab es zwischen 8h morgens und 17h eine Vollspeerung. Da wir nie nachts fahren, und bei den Strassen schon gar nicht, fuhren wir bei 4°Grad und um 6h los. Wir brauchten insgesamt 7,5 Stunden für diese unbeschreibliche Strecke.


Es ging in der Morgensonne bei Frost, Berge im Zickzack in Kehren und Kurven über den Wolken, manchmal auf so schmalen Strassen um die Berge herum, das es uns an machen Stellen schwindelte. Zum Glück kaum Gegenverkehr, was hätte problematisch werden können. Wir haben ja kein Rückwärtsgang am Moped. Wir waren in solchen Höhen unterwegs und ohne Strassenbegrenzungen zum Abgrund, das es mir den Atem anhielt. Es hatte etwas “gruselig-schönes”. Etwas “ängstlich-kribbelndes” und gleichzeitig so unfassbar Wundervolles, was ich bisher nur in Büchern von National Geographics oder in Dokumentationen gesehen hatte. Ich war hier und jetzt. Spürte Sonne, roch Bergbewachsung und schien auf 3600 m dem Himmel so nah. Nur die Strasse katapultierte mich manchmal aus meinem Traum abrupt wieder ins körperlich Schmerzhafte. Doch jetzt ist das vergessen, und die wundervollen Bilder in meinem Kopf bleiben für immer.


Cajamarca ist eine aufgeschlossene Stadt mit schön verzierten Kirchen, überall verteilten Plätzen, wo Leute sitzen, und kleinen Restaurants. Unser Hostal ist ein toller Ort. Es gehört zu einem Projekt, das eine Schule für behinderte Kinder unterstützt. Außerdem treffen sich am Nachmittag taube Jugendliche zum Talk oder lernen Gebärdensprache. Workshops finden statt, Angehörigentreffs werden abgehalten oder es gibt Expertenmeetings. Es werden Massagen von blinden Menschen angeboten, die sehr begehrt sind. Toshi lobte die Kunst von Cesar. Die Angestellten sind alle in irgendeiner Weise eingeschränkt. Peru ist ja extrem laut. Hier ist es erfreulich leise. Ein sehr progressiver Ort.


Morgen geht es in Richtung der Cordillera Blancas, insbesondere dem Canon del Pato. Mo und Nikki, zwei Motorratreisende aus Deutschland, mit denen wir uns gestern und noch einmal heute treffen werden, gaben uns viele hilfreiche Tipps. Zwei so erfrischende, unprätentiöse und humorvolle Menschen! Schön, Euch zu kennen.


Ihr Lieben! Wir wünschen euch ein schönes Restwochenende. Wir lieben und vermissen Euch.


Besos, Heike und Toshi






  



















Datum: Sonntag, 2. Juni 2019, Position: Lámud, Peru, Hospedaje Huaylla Belén, Provinz Amazonas, Stimmung: Top!!

Peru, voller Überraschungen!

Ab durch den Canyon!
Ab durch den Canyon!

Ihr Guten, Schönen und Lieben!


Eine Woche ist seit unserem Aufenthalt in Cuenca, Ecuador vergangen. Die Zeit vergeht im Flug. Wir waren seither jeden Tag gefahren. Keine zweite Nacht an einem Ort. Die Landschaften wechselten im Nu. 


Der Beiwagen muss in Peru noch mehr Belastung, schlechte Abschnitte, Löcher und unbefestigte Serpentinen ertragen. Und auch jetzt bin ich Ralph Kalich zu unendlichem Dank verpflichtet. Du bist einfach spitze, mein Freund! Ohne Dich wäre das hier wohl kaum möglich. Und ohne einen Spitzenfahrer wie Toshi schon mal zwei Mal nicht. Zum Teil harte Belastungsprobe von Gefährt und Fahrer. 


Doch Eins nach dem Anderen. 


Wir hatten ja ursprüglich vor, nach Vilcabamba in das Dorf der Hundertjährigen zu reisen. Nachdem wir in Folge drei Städte für mindestens 3 Nächte besucht hatten, dürstete es uns nach Strasse und Landschaft. Deshalb beschlossen wir, uns auf den Weg nach Macara zu machen. Einer Grenzstadt zwischen Ecuador und Peru. 


Unser Stop für die Nacht vor dem Grenzübergang am nächsten Tag sollte Catamayo werden. Und zu dieser Stadt ist nun wirklich gar nicht viel Gutes zu sagen. Diese Städte in Grenzregionen sind immer irgendwie komisch. Diese war extrem komisch. Die Leute guckten irgendwie finster drein. Die Hauptplaza war wie aus Plastikelementen erschaffen, hellblau und babyrosa. Die Kirche am Plaza viereckig und hellblau. Ein Kampfdenkmal schmückte den Platz. Für Vegetarier wie Legin blieb zum Abendbrot nur Pommes mit Mayo aus der Tüte. Mmh.


Doch mehr gruselte mich allerdings die Tatsache, das Klaus und Rita, zwei Kölner um die 60 Jahre mit Bike und VW Bus unterwegs, drei Tage zuvor nicht aus Ecuador rausgelassen wurden, und ihr Moped konfisziert wurde. Nun, am Ende stellte sich heraus, das sie die Fahrzeuge nicht so nach Ecuador eingeführt hatten wie sie sie ausführen wollten. Nämlich getrennt, und nicht wie bei der Einfuhr mit dem Bike auf dem Bus. 


Sie sind jetzt raus, aber mit viel Gehassel, Aufregung, die deutsche Botschaft einschaltend, und Verdächtigungen über die Zöllner aussprechend. Vermutlich haben sie sie letztlich schmieren müssen. Das deutete sich schon an. Wir kannten die beiden schon von den Galapagos und feierten dort gemeinsam Rita’s Geburtstag.


Deshalb fuhren wir am nächsten Tag mit sehr gemischten Gefühlen zur Grenze. Der Weg dahin in sehr klarer Luft mit Morgensonne spektakulär! 


Was wir an der Grenze vorfanden, waren weder korrupte noch unfreundliche Grenzer. Eher überkorrekt, was dazu führte, das in unseren Zolldokumenten der Beiwagen jetzt zum ersten Mal auf unserer Reise eingetragen ist. Also jetzt dürfen wir nur noch mit Beiwagen ausreisen.Wenn wir es nicht eh vorgehabt hätten, ist es nun Pflicht!


Unser Weg führte uns in Richtung Küste, Piura ansteuernd. Piura ist ein völlig durchschnittlicher Ort wie z.B. Enkenbach-Alsenborn. Funktional mit allerlei Anbietern. Allerdings kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus, weil zwischen Ecuador und Peru ein erheblicher Unterschied im Lebensstandard, im ohrenbetäubenden Geräuschpegel in den Städten und im Verkehrsverhalten existiert. Exakt ausgedrückt: Wir waren geschockt und sprachlos. Das sollte das wundervolle Peru sein mit traumhaften Stränden?


Wir hatten weder soviel Müll auf unserer bisherigen Reise gesehen, noch so rücksichtslose Autofahrer erlebt wie nach dem Grenzübertritt. Mal ausgenommen von Californien in den USA. Die sind noch gefährlichere Autofahrer wegen ihrer SUV’s, und weil sie es können. Doch zurück. 


Wir erlebten, wie Peruaner jeden Müll aus ihrem Auto auf die Strasse werfen. Überall hängen und liegen Plastikbeutel in der Landschaft herum. Bauschutt am Wegesrande. Es stinkt immer wieder grässlich. Ganze Müllhalden existieren verteilt in der Wüste Sechura mitsamt darüber kreisenden Geiern. Was da wohl liegt?


Von dort aus starteten wir nach Lambayeque. Entlang der Küste. Wüste. Karg, Verschläge als Behausungen. Trocken. Nichts mit schön am Strand ausspannen. Eher Industriecharme. Trawler zum Fischen, haufenweise auf Trockendocks liegend.


In Lambayeque entschlossen wir dann, ins Landesinnere zu reisen. In der Hoffnung auf Schönes Peru. Das sollten wir auch bekommen, was seinen Preis hat. 

Denn Hauptverbindungsstrassen sind größtenteils ungeteert. Meine ungeliebten Topes in verschiedenen Ausführungen sind wieder aufgetaucht. Wellblechpisten, steile Serpentinen auf Schotter, Schlaglöcher. Dann wieder wundervolle geteerte Straßen, die durch gigantische Bergformationen verlaufen, sich durch Schluchten mit reißenden Flüssen entlangschlängen, entlang wunderschöner Cascaden von Wasserfällen und durch putzige Bergdörfer mit Eselparkplätuen und Menschen mit breitgekrempten cremefarbigen Hüten führen. Atemberaubend. Ohs folgen Ahs. Guck mal hier, oh nein dort. Ständig ein Lächeln ins Gesicht zaubernd.


Nun, wir nahmen jedenfalls den Weg in Richtung Nordostperu ins Landesinnere nach Ferreñafe auf. Der stellte sich als 16km unbefestigter Feldweg statt der geteerten Hauptstraße heraus, was schon echt hart war. Noch war es eine Ausnahme für uns. Jetzt wissen wir es schon besser. Es wird immer wieder solche Abschnitte geben. Schon morgen gleich zwei davon. Einmal 18, einmal 37km. 


Am Ende kamen wir in Cutervo an. Cutervo ist nun auch nicht gerade ein Goldstück, und komplett Baustelle. Sobald wir hielten, um nach einem Hostal zu suchen, bildeten sich Trauben um mich im Beiwagen herum. Und das mit meinen fünf Wörtern Spanisch! Ein Volksfest wurde mit Blasmusik am Abend eingeläutet und um 4h früh wieder. Feuerwerk der ganz schlichten Art: Ein Lichterkreis, der sich drehte. Und Raketen mit Donnerschlag!  Auch morgens um vier noch einmal. Alle starrten uns an, anstelle der Blaskapelle, die sich sichtlich Mühe gab. Netter Abend!


In diesem Ort wurden wir übers Ohr gehauen im Hostal. Denn wir kriegten ungewollt mit, wie ein Peruaner nur 25 Soles, wir dagegen 60 Soles für das Zimmer zahlen mussten. Er setzte sich sogar für uns ein, was aber leider nichts half. 


3,7 Soles sind ein Euro. Ein Zimmer kostet im Schnitt 40. Ein Bier runde 5 bis 7 Soles. Außergewöhnlich ist noch, dass in Peru vorwiegend löslicher Kaffee getrunken wird. Ein Mittagessen macht uns im Schnitt zwischen 10 und 20 Soles ‘ärmer’. 10 best schmeckende Bananen 3 Soles. 4 Empanadas 1 Sol. 


Von Cutervo ging es weiter nach Bagua Grande,  im Amazonas Gebiet beheimatet. Wieder tolle Aussichten auf guten und schlechten Strassen. Wir erreichten unser Hostal Shalom D&D, was soviel heißt wie Bed und Breakfast. Bei 36° Grad, aus Bergtemperaturen kommend, erstmal ein Uff. Wir waren alle davon ziemlich geplättet. 


Gestern dann spektakulärste Landschaften. Unfassbar, das es noch Steigerungen gibt. Hinter jeder Kurve ragten noch höhere Felsen, Berge und Gebirksketten hervor. Ein Cañon, der überhängende Felsen aufwies, unter denen wir durchfuhren. Ziel war ein winziger Ort namens Lámud. In der Nähe diesen Ort gibt es ganz spezielle Sehenswürdigkeiten und zwar das “Pueblo de los Muertos” und einen Ort mit tönernen Sarkophagen, die an die Stelen auf den Osterinseln erinnern. Im Dorf Lámud holt man sich den Schlüssel zu dem Pueblo und zahlt 8 Soles. Leider alles kein bisschen rollstuhlzugängig. Es ist schon für Fußgänger gefährlich. Bin total gespannt, was Legin erzählen wird. Wir haben ihn allein ziehen lassen.


Lámud ist ein ruhiges, nettes und schnuckeliges Bergdörfchen, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Ab 18h gibt es nichts mehr zu essen, und in unserem Gasthaus wird um 22h das Licht ausgeknipst. Das Gasthaus erinnert in seiner Bauweise an tibetische Häuser. Es hat einen schön bepflanzten Innenhof. Ansonsten sehr einfach. Unsere Gastgeberinnen sind supernett und zuvorkommend.


Legin ist grad zurück, und bin gespannt, was er zu erzählen hat. Ist ziemlich rotköpfig und erscheint erschöppft. Aber auch stolz auf sich, diesen Trampelpfad gemeistert zu haben. Und die Fotos zeigen keinen Trampelfad sondern einen 20cm breiten Steinweg am hunderte Meter tiefen Abgrund entlang. Ja, er kann stolz auf sich sein!


Morgen geht’s nach Kuelap. Das zweite Machu Pichu in Peru. Nur mit weniger Touristen, weil es so weit vom Schuss ist. Der Weg dahin vermutlich steinig und schwer mit gigantischen Aussichten! Freude!


Schlaft alle gut! Und einen guten Wochenstart!


Küsse, Heike und Toshi




















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